Klostergut Heiningen
Klostergut HeiningenDie Geschichte des Ortes Heiningen reicht zurück ins 6. u. 7. Jahrhundert und auch das Klostergut Heiningen hat eine lange Vorgeschichte.

Um das Jahr 1000 n.Chr.gründeten zwei Frauen aus der Familie der Billunger hier ein Kloster als Kanonissenstift und diese Gründung wurde im Jahre 1001 in der Burg Werla bestätigt. Die kirchliche Oberaufsicht hatten die Hildesheimer Bischöfe (um diese Zeit Bischof Bernward), die weltliche übte ein Vogt aus, der hier nicht aus der Gründerfamilie stammte. Später verwalteten dies Amt die Herren von der Asseburg. Das Kloster besaß viel Grund - bis in die Gegend von Gifhorn. Laienbrüder sorgten für die Landwirtschaft, auch nichtadelige Frauen durften in das Kloster eintreten. Die Nonnen machten Handarbeiten, noch heute kann man Antependien aus Heiningen im Kloster Marienberg bewundern. Stifter forderten für ihre Schenkungen, daß man an ihren Namenstagen für ihre Seelen betete und mit einem Besuch der Heininger Kirche konnte man sich einen 40tägigen Ablaß erwirken, wie eine Urkunde aus dem 13. Jahrhundert bestätigt.
Auch heute lohnt sich ein Besuch der Kirche. In der dreischiffigen Basilika lassen sich Wandmalereien aus dem 13. Jahrhundert erkennen und u.a. die Figuren der Stifterinnen, Hildesuit und Walburga sowie eine lebensgroße vollplastisch geschnitzte Figur des Hl. Bernward betrachten.
Nach der Reformation und während des 30-jährigen Krieges erlebte das Kloster eine wechselvolle Geschichte zwischen Aufschwung und Niedergang. Im Jahre 1803 kam das Klostergut nach dem Reichsdeputationhauptschluß an Preußen. 
Nach der endgültigen Schließung 1809 kaufte es die Familie Markworth, Vorfahren der heute hier lebenden und das Klostergut betreibenden Familie Degener. 

Die Kulturinitiative TonArt veranstaltet einige Male im Jahr in dem wunderschönen barocken Saal dieses Anwesens ihre Konzerte.

In einem Hofladen wird hier eine breite Palette ökologischer Waren angeboten.
(geöffnet Di 15-18, Fr. 9-12 u.15-18, Sa 9-12 Uhr)
Geschichte Klostergut Heiningen. Artikel BZ vom 17.08.2004